Aktivkohle, 1 kg
Aktivkohle zur Getränkeverbesserung – zur Reinigung von Wein, Most und Branntwein. Lebensmittelechte, dampfaktivierte Aktivkohle zur Verbesserung von Getränken mit Farb- und Geschmacksfehlern. Eine effektive, natürliche Lösung für Winzer und Branntweinhersteller.
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Aktivkohle ist eine granulierte, aktivierte Pflanzenkohle, die zur Behandlung von Pálinka, anderen Destillaten, Spirituosen, Wein und Most verwendet werden kann.
Die bei der Aktivierung entstehende äußerst feine Porenstruktur sorgt für eine möglichst große Oberfläche. Dadurch kann die Aktivkohle die im Getränk vorhandenen Farb-, Geruchs- und Aromastoffe adsorbieren, das heißt, sie an ihrer Oberfläche binden.
Welche Probleme können damit behandelt werden?
Aktivkohle kann eingesetzt werden zur:
- Milderung unangenehmer Geruchs- und Geschmacksfehler;
- Korrektur fehlerhafter Aromatik bei Pálinka und anderen Fruchtdestillaten;
- Reduzierung zu intensiver oder unerwünschter Aromen;
- Behandlung bestimmter Verfärbungen;
- Korrektur von Farb-, Geruchs- und Geschmacksfehlern bei Weiß- und Rotwein;
- Behandlung von weißem und rotem Most;
- gezielten Aromareduzierung bei Destillaten.
Wichtig: Aktivkohle wirkt nicht selektiv
Aktivkohle bindet nicht ausschließlich unerwünschte Bestandteile. Bei der Behandlung kann auch die Menge wertvoller, erwünschter Aromastoffe reduziert werden.
Daher empfehlen wir, zunächst einen Vorversuch mit einer kleinen Getränkemenge durchzuführen und nur die kleinste Dosierung anzuwenden, mit der bereits das gewünschte Ergebnis erreicht wird.
Dosierung
| Zu behandelndes Getränk | Dosierung | Einwirkzeit |
|---|---|---|
| Most – schwacher Fehler | 0,5 g/l | bis zum Einsetzen der Gärung |
| Most – mittlerer Fehler | 0,75 g/l | bis zum Einsetzen der Gärung |
| Most – starker Fehler | 1 g/l | bis zum Einsetzen der Gärung |
| Wein | 0,1–0,3 g/l | 1–3 Tage |
| Alkoholisches Destillat bei Trinkstärke | 2–5 g/l | 12–24 Stunden |
Bei Most beträgt die maximale Dosierung 1 g/l.
Bei Wein und Destillaten richtet sich die optimale Menge nach Art und Intensität des zu behandelnden Fehlers.
Anwendung
- Führen Sie zunächst einen Vorversuch mit einer kleinen Getränkemenge durch.
- Wiegen Sie die benötigte Menge Aktivkohle ab.
- Rühren Sie die Aktivkohle gründlich in einer kleinen Menge der zu behandelnden Flüssigkeit an.
- Rühren Sie die entstandene Suspension gleichmäßig in die Gesamtmenge ein.
- Bei schneller Sedimentation während der Behandlung noch 2–3-mal aufrühren.
- Eine längere Einwirkzeit verstärkt die Wirkung.
- Entfernen Sie die Aktivkohle nach Abschluss der Behandlung vollständig durch eine geeignete Filtration.
Zur leichteren Vermischung kann die Aktivkohle vorab in einer Menge der zu behandelnden Flüssigkeit angerührt werden, die dem 5- bis 10-fachen Volumen der verwendeten Aktivkohle entspricht.
Entfernung der Aktivkohle nach der Behandlung
Lassen Sie die Aktivkohle nach Ablauf der angegebenen Einwirkzeit sedimentieren und ziehen Sie anschließend die klarere Flüssigkeit über der abgesetzten Aktivkohle vorsichtig ab. Die noch in der Flüssigkeit verbliebenen feinen Aktivkohlepartikel werden anschließend mit einem geeigneten Filterpapier herausgefiltert.
Für die abschließende Filtration von Destillaten empfehlen wir Filterpapier mit einer Feinheit von 3–5 µm. Bei einem höheren Aktivkohleanteil empfiehlt es sich, zunächst mit einem 10-µm-Filterpapier vorzufiltern und anschließend bei Bedarf eine Feinfiltration mit 3–5 µm durchzuführen. Bei Wein und Most kann auch 10-µm-Filterpapier ausreichend sein, sofern sich die Aktivkohle zuvor ausreichend abgesetzt hat. Versuchen Sie nicht, die Aktivkohle durch eine erneute Destillation zu entfernen: Ein Teil der an die Aktivkohle gebundenen Aromastoffe kann dadurch wieder in das Destillat gelangen.
Warum ist die vollständige Entfernung der Aktivkohle wichtig?
Nach der Behandlung im Getränk verbliebene Aktivkohle adsorbiert weiterhin Aroma- und Farbstoffe und kann deshalb das Ergebnis einer späteren Aromatisierung erheblich beeinflussen. Soll aus dem Destillat beispielsweise später ein Fruchtansatz, Kräuterlikör oder Fruchtlikör hergestellt werden, kann die verbliebene Aktivkohle auch einen Teil der wertvollen Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe binden, die nachträglich aus den zugesetzten Früchten, Gewürzen oder Aromen freigesetzt werden. Die Folge kann eine schwächere, flachere oder schwer vorhersehbare Aromaintensität sein. Daher ist es nach Abschluss der Aktivkohlebehandlung besonders wichtig, die Kohle gründlich zu entfernen und eine Filtration mit geeigneter Feinheit durchzuführen, bevor das Getränk weiterverarbeitet oder aromatisiert wird.
Mehr ist nicht unbedingt besser
Eine höhere Aktivkohledosierung führt nicht automatisch zu einem qualitativ besseren Getränk. Bei einer Überdosierung können auch die eigenen Aromen des Getränks deutlich abgeschwächt werden. Bei einer stärkeren Aromareduzierung kann es sinnvoll sein, mehrere aufeinanderfolgende Behandlungen mit kleineren Dosierungen durchzuführen, anstatt einmalig eine große Menge Aktivkohle einzusetzen.
Vorteile der granulierten Ausführung
- einfach zu dosieren;
- staubt weniger als fein pulverisierte Aktivkohle;
- leicht einzurühren;
- auch für kleinere Vorversuche praktisch;
- sowohl für die Weinbereitung als auch für die Destillatherstellung geeignet.
Trocken, gut verschlossen und frei von Fremdgerüchen lagern. Aufgrund ihrer hohen Adsorptionsfähigkeit kann Aktivkohle auch Geruchsstoffe aus der Umgebung aufnehmen.
Packungsgröße: 1000 g
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